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Das "Kirchle"

Die großen Hallen einer eindrucksvollen, romantischen, heute trockengefallenen Klamm hoch über dem Alploch zeigen auf 65m Länge bis zu 13m Breite und in mehr als 20m Tiefe noch alle Spuren einstmaligen Wasserdurchflusses: Strudellöcher (Kolke); ein Fenster ist in der Außenwand aufgebrochen und wird von einer Naturbrücke hoch überspannt.
Taleinwärts vo Kirchle schließt eine auffällige Verebnung an, in deren eiszeitlichen Moränenmaterial viele Granitfindlinge vorkommen. Kein Gletscher des Ebniterachtales konnte sie hergeschafft haben, sondern es war das Eis des Rheinill-Gletschers, der vor etwa 30.000 Jahren über den Paß der Kugelalpe das Tal erreicht hatte. Als vor ca. 13.000 Jahren die letzte Eiszeit zu Ende ging, lagen die abschmelzenden Eismassen im Tal noch bis auf die Höhe des Kirchle, während die Hänge schon eisfrei geworden waren. Der kleine Bach taleinwärts des Kirchle konnte noch nicht in die eisverhüllte Gegend des Alplochs abfließen, sondern mußte neben dem Gletscher seinen Weg suchen. Dabei halfen ihm Klüfte im Kalkgestein, die er weiten und zur Klamm des "Kirchle" ausformen konnte. Erst als der Talgletscher gänzlich schwand, fiel das Kirchle trocken.
So ist das Kirchle ein imponierender Zeuge späteiszeitlilchen Geschehens.

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Quellen

Dornbirner Gemeindeblatt 1.August 1986
Nr. 31, 114. Jahrgang

Bild

Naturbrücke im "Kirchle"