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Lexikon Dornbirn > Personen > Wirtschaft und öffentliche Berufe > K-Z > Franz Martin Rhomberg
1834 eröffnete Franz Martin Rhomberg (1811 - 1864) am Rohrbach eine Garnfärberei. Er führte sie jahrelang zusammen mit seinem Vater. 1838 ersuchte er um eine Färbereibefugnis für sich und teilte mit, er habe das Gewerbe beim Vater gelernt und auf Wanderschaft ausgebildet.
Am gleichen Tag bewarb er sich um ein Kottondruckereipatent. Zwei Jahre später äußerte Rhomberg die Absicht, mit selbstveredelten Waren zu handeln; er führte aus, dies habe er bereits bisher getan und nicht gewußt, daß er dafür ein Erlaubnis benötige.
1846 wollte er auch Kottonwaren verlegen und verkaufen. Das Landgericht bemerkte dazu, er dürfe zu diesem Zweck nur Weber im inneren Zollgebiet, also im Grenzgebiet zwiwchen Schwarzach, Wolfurt und Hohenems beschäftigen, nicht aber in Lustenau und Bauren, da diese Orte zu nahe an der Grenze lägen. Rhomberg klagte angesichts dieser Einschränkung, viele Weber arbeiteten bereits für andere Verleger und übernähmen in einigen Orten nur Spezialarbeiten. Er sei in Dornbirn wahrscheinlich der einzige, dem solche Bedingungen auferlegt würden. Zehn Monate später bemerkte man in Innsbruck dazu, die lokalen Verhältnisse würden noch überprüft. Dennoch weitete Rhomberg seinen Betrieb aus. Von 1849 datiert eine Erlaubnis des Magistrats der Stadt Trient zur Eröffnung eines "negozio di stoffe di cottone prodotte dalla sua fabrica in Dornbirn, e di altre stoffe".
1853 erwarb er in Schmelzhütten eine Mühle und baute sie zu einer Weberei mit 160 Stühlen aus. Im selben Jahr schaffte er für die Druckerei eine Perotinmaschine an.