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Kirche und Geistlichkeit - Die Pfarre St.Martin

Im Zusammenhang mit seinen Dornbirner Besitzungen stiftete das Benediktinerkloster St. Gallen sicher noch vor der Jahrtausendwende die St. Martinskirche. Sie bildete mit dem Kellhof eine Gutseinheit und unterstand in geistlicher und weltlicher Hinsicht dem Abt von St. Gallen. 

Dieses erste Dornbirner Gotteshaus befand sich mit großer Wahrscheinlichkeit an der Stelle der heutigen Kirche.

Im Rahmen der regionalen Machtverschiebungen während des Investiturstreits verlor St. Gallen um 1080 den Großteil seiner Dornbirner Güter. Kirche und Kellhof wurden getrennt, die Pfarrkirche St. Martin kam mit ihrem Zubehör und dem Recht, den Pfarrer zu bestellen, an die Abtei Weingarten bei Ravensburg, der Hof dagegen an das Frauenkloster Hofen.

Die Dornbirner Pfarrpfründe war gut dotiert und daher begehrt: 1275 veranschlagte man die Einkünfte des Pfarrers auf 32 ½ Pfund Pfennig, das des Vikars, der den Pfarrer in der Regel vertrat, auf zehn Pfund Pfennig. Der Pfarrer bezog neben Geldzinsen, Opfer- und Jahrtagsgeldern sowie den Gebühren ("Stolgebühren") für Begräbnisse, Hochzeiten und Taufen ein Drittel des Dornbirner Korn- und Weinzehnts.

Im 14. Jahrhundert besaßen wiederholt Adelige die Dornbirner Pfarrpfründe. Sie übten die Seelsorge nicht selbst aus, sondern ließen sich von einem Vikar vertreten, bezogen aber die Einkünfte dieser und meist auch anderer Pfründe.

Siehe auch: St. Martin - Geschichte


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Literatur

NIEDERSTÄTTER Alois: Dornbirn im Mittelalter. In: Werner Matt, Hanno Platzgummer (Hrsg.):
Geschichte der Stadt Dornbirn, Band 1, 2002.