Autor:

Franz Kalb

Deftige Zitate

Die Guntner, mit dem "rechten Namen" Moosbrugger, besaßen das vierstöckige Bauernhaus auf der Fluh, das 1982 ein Raub der Flammen wurde. Nach der Jahrhundertwende waren die paar Buben gerade im rechten Alter, um bei jedem Anlass ihre Kraft zu zeigen. Wenn zwei Gruppen Händel hatten und die Guntner ergriffen für die einen Partei, dann konnten die anderen abziehen. Besser als jeder Wirt und besser als die Polizeier konnten sie den Krawall eindämmen und nie sei es vorgekommen, dass sie gefährliche Schläge austeilten. Als der Erste Weltkrieg ausbrach, hat man am Berg gemeint: "Schicken´d Guntner gi Serbien und do Hötzendorf dorzuo, dänn isch do Krieg gwunno." Dazu hätte es aber viele Guntner gebraucht.

Vom Landeshauptmann Rhomberg wird erzählt, seine Frau habe ihm jeden Morgen zwei Kreuzer ins Gillettäschchen gesteckt, damit er am Bahnhof das Volksblatt kaufen konnte. Eines morgens aber habe er vergebens nach dem Geld gesucht. Da habe die Trafikantin gemeint, er könnte es doch morgen zahlen. Er aber sagte, er könne ja über Nacht sterben. Da meinte die Frau treuherzig: "jo denn wär ou  nid viel hio." Wenn das nicht wahr ist, dann ist es wenigstens gut erfunden.

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Literatur:

Dornbirner Schriften Nr.34 2008, S.10 bis 11