Autor:

Josef Huber

Das Osterei im Brauchtum

Brauchtum und Symbolik des Ostereies reichen bis in die Frühgeschichte zurück. So gilt das Ei als der sichtbare Träger des Lebens, der Lebenserneuerung, als Fruchtbarkeitssymbol. Ostern war für die christliche Kirche das höchste Fest und die Auferstehung Christi fiel von jeher in das Frühjahr. Den Eiern die am Karfreitag gelegt wurden, wurde große Kraft zugeschrieben und man glaubte, daß sie nicht verderben. Schon früh entwickelte sich das Bedürfnis, Ostereier künstlerisch zu färben. Die ältesten Eier die man in Gräbern fand, waren rot gefärbt. Es gibt und gab viele Möglichkeiten Eier zu färben. Unsere Mutter hatte ein einfaches Rezept. Sie verwendete Blüten von Feldblumen, umgab das Ei mit diesen und umwickelte es mit" Blättern und Bindfaden. Nach dem Kochen bekam das Ei eine bunte Färbung, nicht gerade künstlerisch wertvoll,aber billig. An Ostern wurden die Eier in einem Nest im Stadel oder der Bündt draußen versteckt. Auch dieser Brauch wurde heute stark kommerzialisiert, den mit Eiern allein sind die Kinder nicht mehr zufrieden, da muß schon ein Dreirad oder sonst ein teures Geschenk dabei sein. Gefärbte Ostereier? wie sie heute in den Geschäften angeboten: werden.

"Österliche Bräuche" der Freizeitwerkstätte Ritaroß. 0stern 1990)

Dokumentationssammung
Josef und Manfred Huber

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