Aufnahme und Ausschluss

Gemäß den bürgerlichen Weltvorstellungen konnten der Freiwilligen Feuerwehr Dornbirn lediglich Männer von "unbescholtenem Ruf" beitreten.
Die Aufnahme eines Mitglieds erfolgte laut Statuten des Jahres 1868 nach Anmeldung beim Hauptmann durch die allgemeine Versammlung in geheimer Abstimmung.

Der Ausschluß eines Mitgliedes musste von der allgemeinen Vesammlung mit zwei Drittel Stimmen beschlossen werden. Als Ausschlußgründe galten alle Verstöße gegen Ordnung und Disziplin sowie gegen die "Vereinsehre":

So wurde im Juli 1871 ein Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen, nachdem es "in seiner Feuerwehrkleidung in öffentlichem Gasthaus auf eine dem öffentlichen Ansehen des Vereines schädliche Weise exzedirt hat". 1891 wurde eine Mann ausgeschlossen, "weil er für eine Schuld an seiner Kostfrau die Feuerwehr-Uniform samt Ausrüstung versetzen wollte".

Auch im Verein selber legte man auf Wahrung der Ehre großen Wert: Nachdem ein Mitglied dem Hauptmann eine "Ehrenbeleidigung zugefügt" hatte, wurde es aus dem Verein ausgeschlossen. Diese Ehrenbeleidigung wurde auf Betreiben des Kommandanten strafrechtlich verfolgt.

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