Jugend bei der Feuerwehr

Bei der Jahreshauptversammlung im Jahr 1873 wurde erstmals ein Zögling in den Verein aufgenommen. In der Zöglinsabteilung fasste der Verein alle jungen Männer zusammen, die wegen "Altersabgang" nicht als ordentliche Mitglieder beitreten konnten. Nach Erreichen der vorgeschriebenen Alters wurden die Zöglinge als ordentliche Mitglieder anerkannt.

1874 gehörten der freiwilligen Feuerwehr 80 Mitglieder, 7 Zöglinge und 6 "junge Schlauchleger" an. Die in diesen Jahren aufgenommen Jugendlichen wurden vor allem als Schlauchleger eingesetzt.

Auch für Zöglinge bestand eine Untergrenze für den Beitritt: Bei der Versammlung am 20. Juli 1877 erhöhte die Feuerwehr das vorgeschriebene Mindesalter von 18 auf 20 Jahre. Der Verein bezweckte mit dieser Massnahme, "gesetztere, ruhigere und kräftigere Leute" zu bekommen. Zeitweise kam es zu einem Aufnahmestopp für Zöglinge wie etwa Anfang des Jahres 1877, wo "bis auf weiteres" keine Jugendlichen beitreten konnten.
Bereits im Juli d.J. nahm der Verein wieder zwei Zöglinge auf - allerdings war mittlerweile das Aufnahmealter erhöht worden. Zöglinge wurden im Laufe der Jahre nur wenige aufgenommen: 1878 4, 1879 und 1880 je 2.
Das Motiv für die Aufnahme von Jugendlichen lag hauptsächlich in einer Richtung: Die Feuerwehr wollte sich dadurch einen entsprechenden Nachwuchs sichern.

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