Programmatik und Praxis

Beerdigungen waren ein wichtiger öffentlicher Anlaß, bei dem sich weite Bevölkerungskreise trafen. Deshalb wurde auf die Verletzung von Sitte und Ordnung durch Vereinsmitlgieder empflindlich reagiert. Dies zeigte sich bei der Beerdigung des unterstützenden Mitlgieds J.A. Albrich im März 1893: Nach dem Leichenbegängnis machten verschiedene Mitglieder "in gar zu starkem unmanirlichen Benehmen beim zu Hause gehen resp. noch den ganzen Tag in der Feuerwehr-Montur die verschiedenen Wirthschaften unter Jodeln und Singen" unsicher. Da der Verein befürchtete, dadurch Ärger bei Bürgerschaft und unterstützenden Mitgliedern hervorgerufen zu haben, wurde beschlossen, in Zukunft alle Feuerwehrleute, die sich bei Beerdigungen in ähnlicher Weise verhalten, auszuschließen.

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