Übungen und Ausbildung

Die Übungstätigkeit der Feuerwehr Dornbirn setzte im Frühjahr 1866 ein. Die Dienstordnung aus dem Jahre 1868 sah die Abhaltung von zwei Hauptübungen - jeweils im Frühjahr und Herbst - sowie eine jährliche Alarmierung mit Übung vor, welche der Hauptmann leitete. Weiters wurde vom Ausschuß ein jährlicher Übungsplan an die Mannschaft verteilt, der über die Abhaltung von "Spezialübungen" unter Anordnung und Leitung druch die Rottmeister informierte.

Die Vereinsstatuten sahen bei mangelhaften Übungsbesuch eine Geldstrafe vor. Blieb ein Mitglied dreimal jährlich den "Spezialübungen" fern, hatte es mit Ausschluß zu rechnen.
Doch die ganzen Strafandrohungen schienen nicht zu greifen. Turnwart Johann Georg Luger vertrat eine schärfere Gangart. Er machte eindrücklich auf die "genaue Controlle über den Besuch der Proben" aufmerksam, "da nur auf diese Weise der eingerissenen Faulheit ein Ende gemacht werden könne". Luger rief zu "energischen Vorgehen gegen unfleißig und charakterlose Mitglieder" auf. Auf seinen Antrag wurde Paragraph 10 der Vereinsstatuten abgeändert: Nun zog bereits das unentschuldigte Fehlen bei zwei Übungen den Ausschluß aus dem Verein nach sich, das Fehlen bei einer Hauptübung ohne "wohlbegründete Entschuldigung" 50,- kr. Bereits im Juli d.J. hatten 5 Mitglieder diese Geldbuße zu entrichten, 6 weitere Feuerwehrleute wurden ausgeschossen. Insgesamt wurde der Übungsbesuch 1871 jedoch als befriedigend angesehen.

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