Autor:

Bettina Jäger

Hanns Kornberger (1868-1933)

Hanns Kornberger gilt als einer der herausragendsten und fortschrittlichsten Architekten in Vorarlberg. 1868 in Bruck an der Mur geboren, übersiedelte er im Jahre 1900 nach Dornbirn, wo er bis zu seiner Niederlassung in München 1915 blieb. Später, zog er nach Rosenheim. Dort wohnte er bis zu seinem Tod im Jahre 1933.
Kornbergers Gebäude prägen vor allem das Dornbirner und Hohenemser Stadtbild. Aber auch in Bregenz, Schruns und Nenzing kann man seine Bauten besichtigen. Stilistisch bevorzugte er unter anderem den Jugendstil. Das heißt, die Fassaden seiner Gebäude sind mit schönen geometrischen Ornamenten und floralen Motiven verziert.
Einige Häuser Kornbergers, wie beispielsweise das bekannte Johann-Luger-Haus ("Steinhauser") am Marktplatz, gelten heute als Wahrzeichen Dornbirns. Der Umbau dieses Gebäudes zählt neben dem Pfarrhof und dem ehemaligen Hotel Rhomberg (Bahnhofstraße 11) zu jenen drei Bauten des Architekten, welche anläßlich der Stadterhebung Dornbirns im Jahre 1901 an zentralen Stellen erbaut wurden.
Der erste Auftrag, den Kornberger kurz nach seiner Übersiedlung nach Dornbirn erhielt, war die Neugestaltung des Adolf-Rhomberg-Hauses in der Marktstraße 26. Das heute zweihundert Jahre alte Patrizierhaus erhielt durch den Umbau mit barocken Elementen einen noch vornehmeren Charakter.
Besonders schön und schmuckvoll sind nicht nur Kornbergers größere öffentliche Bauten sondern auch seine Villen. Hier ist insbesondere die Villa Lins in der Schulgasse 17 zu nennen, die in den Jahren 1904/05 erbaut wurde. Wer das heute denkmalgeschützte Haus kennt, der wird sich schon öfters die dekorativen Elemente an der Hauswand bestaunt haben. Weitere Villen in Dornbirn sind die Villa Schwendinger im Grabenweg 8 und das Haus Thurnher in der Rosenstraße 1. Das jedem Dornbirner bekannte Wohn- und Geschäftshaus Josef Luger in der Bahnhofstraße 3 ist ebenfalls ein Werk des Architekten.
Kornberger plante in Dornbirn nicht nur die eben kurz beschriebenen, repräsentativen Bauwerke, sondern auch Arbeiterwohnhäuser wie jenes Doppelwohnhaus der Firma Herrburger & Rhomberg in der Schützenstraße 30, erbaut im Jahre 1908.
Man könnte an dieser Stelle noch einige weitere interessante Bauen aufzählen, die Hanns Kornberger geplant hat. Seine öffentlichen und privaten Bauten sind nicht nur in Dornbirn, sondern in ganz Vorarlberg nich mehr wegzudenken.

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Link:

Hanns Kornberger
(Wikipedia)

 

 

Literatur:

Stubat, Juni 1998, Nr.15