Autor:

Franz Kalb

Huber

(Huobar) Es ist nicht geklärt, ob „Ammann Huber“ von 1347 nur Verwalter des Mehrerauer Hubhofs war oder ob es sich schon um einen festen Familiennamen handelt. Auf alle Fälle gehörte er schon einer Oberschicht des Ortes an. Die H. haben sich mehr als andere Familien vermehrt, wurden aber in den letzten Generationen von einer Reihe anderer und jüngerer Familien überholt. Das Ammann-Amt erreichten sie erst wieder mit Lorenz im Pestjahr 1628. Dann folgten noch Martin und Lorenz II. in diesem Amt. Während Lorenz I. noch im Oberdorf ansässig war, besaßen die späteren das Stammhaus Marktstraße 1, bis die Familie in den „Mohren“ zog. Es liegt für die H.-Familie kein Wappenbrief vor, aber es wäre regelwidrig gewesen, wenn Lorenz 1655 für seine mühsamen Bestrebungen um die Freiheit Dornbirns nicht gleichzeitig mit Bartle Zumtobel durch Venerand von Wittenbach mit dem bekannten Pferdewappen ausgezeichnet worden wäre. Dieses hatten die späteren H.-Ammänner im Siegel. Das Pferd war wohl symbolhaft für die vielen Ritte zu den Ständen und nach Innsbruck. Zahlreich sind die H. im Priesterstand. Christoph (1590) war in Dillingen, Dominikus (1682) mit dem Ordensnamen Apronian war ein gelehrter Benediktiner in der Mehrerau. Anton (1684) war ebenfalls Benediktiner, Ignaz (1690) Kaplan im Oberdorf, Johann Kaspar (1730) ist nicht weiter beschrieben, Johann Thomas (1731) wirkte in Au/Bw., der gleichaltrige Johann Georg in St. Martin, wo auch Franz Martin (1819) tätig war. Klosterfrauen waren Angela (1868), Martina (1882), Laura (1887), Maria (1889) und Marianne (1934).


Zurück

Literatur:

Dornbirner Schriften 38 Beiträge zur Stadtkunde Dornbirn 2010