Autor:

Franz Kalb

Leo Herburger

Leo Herburger ist am 4. April 1842 geboren, als einziger Sohn eines wenig bemitelten Bauers Ulrich Herburger, welcher schon am 1. Oktober 1845 starb, war ich ganz in der erzieherischen Hand meiner Mutter, die ebenfalls einer Bauernfamilie Mathis entstammte, überlassen.
Als kleiner Knabe mit drei Jahren kamen ich und meine um zwei Jahre jüngere Schwester Margaretha in das Haus unseres Großvaters Leo Mathis, bei dem meine Mutter die Haushaltung und auch die nicht unbedeutende Landwirtschaft besorgen musste, da die Großmutter Margaretha Drexel von Hatlerdorf gebürtig an einem Blutsturz rasch verschieden.
Mein Großvater hieß Leo, meine Großmutter Margaretha und daher kam es wohl, dass wir zwei Geschwister auch die Namen der Großeltern erhielten.

Seine erste Ehefrau war die Tochter Sophie des Franz Martin Hämmerle (1815-1878) aus dessen erster Ehe mit Katharina Rhomberg. Damals, im Jänner 1872, war Hämmerle mit seiner Frima schon lang über dem Berg, ja er hatte die patrizischen Verwandten "mit dem R im Hemd" an Umsatz und Personal überholt.
Die zweite Frau war die Tochter Konstanze des Tiroler Berufskollegen Dr. Mathäus Schmidt (1810-1892), der seine Praxis in der Marktstraße (jetzt Nr.42) betrieb. Herburger hatte aus jeder Ehe eine Tochter und es ist rührend, wie er das Verhältnis der beiden Töchter, wie überhaupt das Familienleben, schildert.

"Seit der Eröffnung meiner Praxis in Dornbirn, welche im Jahre 1870 durch 6 Wochen unterbrochen wurde, um meine 2 Chirurgischen Rigorosen in Wien noch zu machen, war ich nicht nur als praktischer Arzt sehr in Anspruch genommen, denn ich war der einzige noch junge Arzt dahier."

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Literatur:

Dornbirner Schriften 11 S.115 bis 133 Dornbirner Schriften 13 S.46 bis 76

Link:

Eintragung ins Dornbirner Familienbuch