Autor:

Thomas Planinger

Bohle, Karl

Dr. Karl Bohle (* 16. Juli 1920 in Dornbirn, † 31. Jänner 1987 ebenda) war mit 19 Jahren Amtszeit der Dornbirner Bürgermeister mit der drittlängsten Zeit im Amt. Er war Bürgermeister von 1965 bis 1984. 

Geboren wurde Karl Bohle am 16. Juli 1920 in Dornbirn. Bereits kurz nach seinem Studium wurde er als Soldat für die Deutsche Wehrmacht eingezogen. Im Jahr 1943 musste er jedoch nach einer schweren Verletzung wieder in die Heimat zurück gebracht werden. 1947 promovierte er zum Doktor der Rechtswissenschaften an der Universität Innsbruck. Noch im selben Jahr wurde er Leiter der Rechts-, Presse- und Lehrlingsabteilung der Feldkircher Handelskammer. Im Jahr 1949 heiratete er Herlinde Grabher und trat in den Dienst der Dornbirner Gemeindeverwaltung ein, zu deren Leiter er vier Jahre später ernannt wurde. Bei den Gemeinderatswahlen 1965 übernahm Karl Bohle den Spitzenkandidatenposten seines Amtsvorgängers Dr. Günther Anton Moosbrugger und konnte auf Anhieb einen fantastischen Wahlerfolg für die Dornbirner Volkspartei verzeichnen, wonach die ÖVP über eine Mehrheitsstellung von 25 Mandaten im Stadtrat verfügte. In den darauf folgenden Jahren konnte Karl Bohle diesen Vorsprung noch zweimal ausbauen. Gegen Ende des Jahres 1983 musste Bohle als Bürgermeister aus dem Amt nach mehr als 19 Jahren zurücktreten. Am 2. Dezember 1983 wurde ihm durch seinen Nachfolger Rudolf Sohm die Ehrenbürgerwürde verliehen. Nur drei Jahre danach, Anfang des Jahres 1987 verstarb Karl Bohle im Alter von 66 Jahren.

Dr. Karl Bohle 1965-1984. (Originalbild im Dornbirner Rathaus)

Literatur:

Werner Matt: Zuerst das Notwendige, dann das Nützliche und dann erst das Angenehme – Dornbirn von 1945 bis 2000. S. 247-358, hier 349 in: Werner Matt, Hanno Platzgummer (Hrsg.): Geschichte der Stadt Dornbirn 2. Dornbirn 2002