Autor:

Thomas Planinger

Moosbrugger, Günther Anton

Dr. Günther Anton Moosbrugger (* 5. Februar 1899 in Hard, † 5. August 1979 in Dornbirn) war der erste Bürgermeister Dornbirns nach der Befreiung Österreichs durch die Alliierten und damit der erste Gemeindevorstand, der nicht aus der NSDAP kam seit 7 Jahren. 

Günther Anton Moosbrugger wurde am 5. Februar 1899 in Hard als Sohn des Poststellenleiters Josef Anton Moosbrugger geboren. Sein Vater verstarb bereits wenige Jahre nach seiner Geburt, was die Familie Moosbrugger in eine schwere finanzielle Notlage brachte, da sich alle sechs Kinder zu diesem Zeitpunkt noch in der Ausbildung befanden. Günther Anton Moosbrugger finanzierte sein Studium unter anderem mittles eines Stipendiums, woraufhin er im Jahr 1923 zum Doktor der Rechswissenschaften promovierte. Im Jahr 1932 eröffnete er eine eigene Kanzlei in Dornbirn. Verheiratet war der spätere Bürgermeister nie, er lebte mit einer Frau zusammen, die aus erster Ehe noch zwei Kinder hatte. Im Jahr 1945 wurde der Kriegsheimkehrer Moosbrugger von den Parteien als Bürgermeister vorgeschlagen und von der französischen Besatzungsmacht kurz darauf im Amt bestätigt. Seine Amtsführung wird heute als nüchtern und realistisch aber stets korrekt beschrieben. Von 1948 bis 1952 sowie von 1956 bis 1960 und 1964 bis 1966 war er Präsident des Vorarlberger Gemeindeverbandes. Noch während seiner Amtszeit als Bürgermeister erhielt er im Jahr 1961 das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich. Im Jahr 1975 wurde er schließlich auch zum Ehrenbürger der Stadt Dornbirn ernannt ehe er am 5. August 1979 in Dornbirn verstarb.

Dr. G.A. Moosbrugger 1945-1965. (Originalbild im Dornbirner Rathaus)

Literatur:

Werner Matt: Zuerst das Notwendige, dann das Nützliche und dann erst das Angenehme – Dornbirn von 1945 bis 2000. S. 247-358, hier 341 ff in: Werner Matt, Hanno Platzgummer (Hrsg.): Geschichte der Stadt Dornbirn 2. Dornbirn 2002