Dornbirner Alpen

Autor:

Martin Wohlgenannt

Gunzmoos 1.089 m ü.M.

Die Alpe Gunzmoos grenzt mit ihrer 45 ha großen Weidefläche gegen Norden, Osten und Westen an den Stadtwald (Parzellen Nr. 19122) und gegen Süden an die ehemalige Staatswaldung Langenegg, die mittlerweile in den Besitz der Stadt Dornbirn übergegangen ist. Der Name "Gunzmoos" deutet im alamannischen Sprachraum mit seiner Endung "moos" auf eine stark vernässte Stelle hin, was ja ohne Zweifel zutrifft. "Gunz" ist wesentlich älteren Ursprungs und entstammt dem rätischen Wortschatz "gund", gwydd" oder "coed", was soviel wie Wald bedeutet. Dass die Alpen ursprünglich tatsächlich bewaldet war, bestätigt den Namen der Alpe.

In einem Feldkircheer Stockurbar aus dem Jahre 1612 wird das Vorsäß erstmals schriftlich erwähnt: "Das Gunzmoos, stoßt an Langenegg, an Ach, an Ober Haasen Görach". Die Alpfläche muss also vor dem Jahre 1612 entstanden sein, da der Name der Alpe ja im genannten Stockurbar erwähnt wurde. Vermutlich wurden die Wälder in dieser Gegend für das Eisenbergwerk ausgebeutet und im Anschluss abgebrannt, neu kultiviert und in eine Alpweide umgewandelt.

Am 28. September 1830 wurden die Grenzen um die Alpe herum festgelegt. in einem Grenzprotokoll überaus genau beschrieben und schriftlich festgehalten. Die Grenzsteine wurden von 1 bis 80 nummeriert. Als Vertreter der Gemeinde wurden Waldmeister Martin Herburger und Alois Klocker entsandt, von der Alpe Gunzmoos Vorsäßmeister Johann Drexel, Mühlebach, und Josef Wohlgenannt, Eschenau.


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Literatur:

Entwicklung der Alpwirtschaft am Dornbirner First Der First im Wandel der Zeit Dornbirn, 2002 S.150 bis 154