Gasthaus Bad Haslach

"Außerhalb Hatlerdorf, zirka zwanzig Minuten entfernt, liegt am Fuße des Breitenberges, inmitten von grünen Wiesen und Tannen, das altbekannte Bad Haslach, dessen Wasser besonders bei Gicht, Rheumatismus, Rachitis, Hautkrankheiten, Bleichsucht und Frauenleiden schon seit uralten Zeiten mit bestem Erfolg verwendet wurde. Dieser Badeort mit Wirtschaft, Halle und schönem Garten wird auch für Konzerte, Schul- und Vereinsausfllüge gerne benützt. Ein lohnender Spaziergang von dort führte zum Fuße des sogenannten Fallbach-Strüllers, bei welchem die oft gewaltigen Wassermassen des Fallbaches mit Gerölle polternd und wasserstaubend über eine 85 Meter hohe, lotrechte Felswand stürzen. Die Haslacher Quelle wurde also seit "uralten Zeiten" zu Heilzwecken verwendet, ja sogar schon im 15. Jahrhundert soll es hier einen Badebetrieb gegeben haben. In der Biedermeierzeit wurde die Quelle genauer untersucht. Dabei kam man zu folgendem Ergebnis: "Die Quelle scheint nur ein reines Gebirgswasser zu sein; es zeigt sich ziemlich häufig wirksam gegen die Gicht, Rheumatalgie, chronische Ausschläge, Drüsensucht, Rachitis, Störung des Montasflusses, Neurosen, besonders Hysterie, endlich gegen alte Hautgeschwüre." - Und der bekannte Reiseschriftsteller Johann Jakob Staffler meinte 1841, Haslach hätte wegen des geringen Mineralgehaltes der Quelle keinen besonderen Ruf. Trotzdem blieb der Gasthof Haslach ein beliebtes Ausflugsziel.

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Autor:

Josef Huber

Bilder:

Dokumentationssammlung
Josef und Manfred Huber