Autor:

Josef Huber

Dornbirner Bahnhof

Teile des 1872 erbauten Bahnhofes von Dornbirn stehen heute noch. So ist das unterste Geschoß des Bahnhofes aus der Entstehungszeit der "Vorarlberg-Bahn". Viele Umbauten haben aber das Gesicht des Bahnhofes grundlegend verändert.
Die größten Tage in der Zeit der Monarchie dürften wohl vom 7. bis 9. August 1881 gewesen sein. Kaiser Franz Joseph besuchte Dornbirn und nahm das erste Telefon in der österreichisch-ungarischen Monarchie in Betrieb.

Um die Jahrhundertwende wurde der Bahnhof erstmals vergrößert. Seitlich wurden Zubauten erstellt und ein Stockwerk auf das Erdgeschoß gesetzt. Nachdem der Bahnhof mitten in der Marktgemeinde gelegen ist, wurde damals die Bahn sehr viel benützt Besonders viel Ausflugsverkehr kam nach Dornbirn. Die Rappenlochschlucht war eine große Attraktion. In der Bahnhofchronik wird von vielen Sonderzügen berichtet, welche wegen der schönen Schlucht nach Dornbirn kamen. Bereits 1926 gab es einen gutorganisierten Busverkehr ins Gütle, an den Eingang der Schlucht. Im Jahre 1955 wurde der Bahnhof dann einer Generalsanierung unterzogen. Er wurde sozusagen "messetauglich" gemacht. Er war damals sicherlich der schönste Bahnhof Vorarlbergs.
Die große Wende im Aussehen des Bahnhofes begann erstmals im Jahre 1965. Damals wurden die Bahnhofsgeleise auf der Ostseite wesentlich verlängert und Anschlußgeleise für Firmen geschaffen. Auch die Sicherungsanlage erfuhr eine grundlegende Veränderung. Ein weiterer großer Ehrentag war anläßlich der 100-Jahr-Feier der „Vorarlberg-Bahn" im Sommer 1972.

Jetzt, 15 Jahre nach dem großen Umbau, wird das gesamte Bahnhofgelände verändert. Auch das Bahnhofsgebäude selbst wird auf der Bahnsteigseite ein neues Gesicht erhalten. Im letzten Jahr wurden bereits die Unterführungen zu den Gleisen gebaut. Damit ist wohl einer der größten Gefahrenpunkte am Bahnhof beseitigt worden. Besonders morgens und abends gab es die gefährlichsten Situationen zwischen den Geleisen Der Mittelbahnsteig brachte für alle ein gefahrloses Warten auf die Züge. Im nächsten Jahr soll dann noch ein elektrisches Drucktastenstellwerk für vermehrte Sicherheit sorgen.

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Bahnhof im Jahre 1872

Bahnhofgebäude im Jahre 1968

Quelle:

Dokumentatinssammlung Josef und Manfred Huber