Rheintal - Kunsteisbahn Dornbirn

Die offizielle Eröffnung der Eisbahn findet nach end¬gültiger Fertigstellung der Außenaniagen sowie der Gaststättenräumlichkeiten zu einem späteren Zeit¬punkt statt.

Nachdem vor knapp drei Monaten die Stadt Dornbirn das erste kommunale Hallenbad Vorarlbergs eröffnete, kann heute, Samstag den 13.Dezember 1969, 9 Uhr vormittags, der Bevölkerung mit der Rheintal-Kunsteisbahn auf der Schorenwiese eine weitere moderne Sportstätte übergeben werden. Sie ist eine Widmung der Dornbirner Sparkasse anlässlich ihres 100-jährigen Bestandsjubiläums. Die Stadt Dornbirn, die als Bauherrin auftrat, leistete wesentliche finanzielle Unterstützung. Die Gesamtbaukosten belaufen sich auf rund 8,5 Kill. Schilling.
Zur endgültigen Fertigstellung der Kunsteisbahn fehlen noch der Ausbau der Gaststätte und der Außenanlagen. Um die Eisfläche jedoch noch vor Weihnachten zu Benützung freigeben zu können, wurde die Inbetriebnahme beschlossen; die offizielle Eröffnungsfeier erfolgt zu einem späteren Zeit¬punkt. Der Betrieb kann jedoch schon jetzt ungestört und in vollem Umfang stattfinden. Die Publikumslaufzeiten dauern von 9 bis 12 Uhr, von 12.30 bis 17 Uhr und von 20 bis 22 Uhr. Die Preise sind volkstümlich gehalten und gelten für eine volle Laufzeit. Die Eislaufpiste erstreckt sich über eine Fläche von 30 x 60 m und ist mit Benden umgeben. Sie ist so angeordnet, dass sich die Möglichkeit der Erweiterung durch eine zweite Eispiste ergibt. Die Tribünen, wofür die Erdaufschüttungen bereits erfolgt sind, geben Platz für 2000 Besucher. Das Gebäude an der Eispiste besteht aus einem Maschinenraum, einem Kassenraum, einem Aufenthaltsraum für den Eismeister und das Personal, vier Umkleideräumen, zwei Duschräumen, einer Garage für die Pi stenpflegemaschine, einem Kiosk, einer Gatsstätte für 120 bis 140 Personen, einem Sanitätsraum und weiteren technischen Räumen.

Der Bschluss des Verwaltungsausschusses der Dornbirner Sparkasse über die Widmung eines Betrages von 5,5 Mill.Schilling zum Bau einer Kunsteisbahn fiel am 3. Dez. 1967. Die Stadt Dornbirn stellte den erforderlichen Grund zur Verfügung. Gemeinsam mit der Dornbirner Sparkasse erfolgten Vorerhebungen und Besichtigungen von Kunsteisbahnen. Am 13. März 1968 fasste die Stadtvertretung den Beschluss, die Planung an Arch.Dipl. Ing. Leo Hermann und die Lieferung der gesamten maschinellen Eisbereitungsanlage an die Fa. Kühlanlagen Ges.m.b.H. Bregenz Lauterach (Escher-Wyss) für 1,4-50,000 S zu vergeben. Die Erd- und Betonarbeiten für die Eispiste wurden im Mai 1963 an die Fa._Feierle (Dornbirn) vergeben. Einen Monat später wurden die Pläne durch die Stadtvertretung genehmigt.
Anfang September des vergangenen Jahres stellte sich, obwohl bereits ein Gutachten über die Bodenbeschaffenheit vorlag, beim Abschieben der Humusschichte heraus, dass die Bodenbeschaffenheit ungünstig ist, so dass ungleichmäßige Setzungen zu befürchten waren. Ein weiteres Gutachten ergab die Notwendigkeit einer Pilotierung. Mit dem Hochbau wurde am 27. Jänner dieses Jahres durch die Fa. Groß & Go.(Dornbirn) begonnen; die Betonierung der Platte erfolgte am 22.Mai 1969. Ende Juni entschloss sich die Stadtvertretung, nachdem von der Sparkasse 1,6 Mill. Schilling  dazugewidmet wurden, einen Betrag von 1,3 Mill. Schilling  zu übernehmen, um die Fertigstellung der Kunsteisbahn, insbesondere der Umkleideräume für Eishokey, den Ausbau der Gatstsätte, die Einrichtung des Büfetts und die Anschaffung eines "Zambonis" (Pistenpflegemaschine) zu garantieren.
Die Rheintal-Kunsteisbahn liegt an der Zufahrt zum Stadion Birkenwiese an der Höchsterstrasse in Jenem großen Areal an der Bahnlinie, in dem sich auch das städt. Altersheim mit seinem Erweiterungsbau befindet. Zwischen diesen beiden Bauten befin-den sich die Baugruben für das ORF-Studio und den Realschulbau.
(Dieser Bericht stammt aus den Vorarlberger Nachrichten vom 12. Dez. 1969)
Die Aufnahme auf der Vorderseite wurde am 14.Dez.1969 aufge¬nommen.


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Stadtarchiv Dornbirn