Die alte Kapelle Oberdorf (1467-1826)

Erbaut 1467 von Jakob I. und ."Hans I. von Embs, die beide der Dornbirner Linis der Embser angehörten. 1471 stifteten sie an der Kapelle eine  Hofkaplanei.

Die Kapelle wurde mit 3 Altären am 26. Juni 1468 vom Konstanzer Weihbischof eingeweiht. Sie war mit dem Schloß durch einen Gang verbunden und hatte für die Schloßbewohner auf der Empore eine Eigene Loge; sie war zugleich: die Begräbnisstätte für die Familienmitglieder der emsischen Seitenlinie in Dornbirn. Die Kapelle bestand als solche bis zum Jahr 1826. Damals, 1826/27, wurde die gegenwärtige Oberdorfer Kirche erbaut und zwar an der Stelle, wo früher das Haus und der Garten des herrschaftlichen Kaplans gestanden. Alsbald nach dem Neubau der Kirche ward die Kapelle, deren Standort der neuerbauten Kirche war, zu einem Magazin herabgewürdigt" und später, nahezu zur Gänze, abgebrochen. Die runde Gartenmauer beim Wohnhaus des verstorbenen Alt-Bürgermeisters Alfons Luger oberhalb der Kirche soll der letzte Überrest der ehemaligen runden Chormauer der Kapelle sein.

Die ehemalige emsische Hofkaplanei, die zur Besorgung des Gottesdienstes für die Herrschaft und deren Leibeigene von den Stiftern errichtet worden, bestand auch nach dem Aussterben dieser emsischen Seitenlinie als einfaches Benefizium weiter, wurde aber dann unter Kaiser Joseph II, 1785 in eine Lokalkaplanei für das ganze Oberdorfer Viertel umgewandelt 1888 wurde dieselbe zue Pfarrei erhoben.

( Aus dem Burgenbuch von:Andreas Ulmer, Seite 433)


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Dokumentationssammlung
Josef und Manfred Huber