Die alte Haselstauder Kapelle

Die alte Haselstauder Kapelle.
(Vorgängerin der heutigen Kirche.)

Dass vor dem Bau der jetzigen Haselstauder Kirche hier schon eine Kapelle bestanden hatte, ist völlig aus der Erinnerung entschwunden. In der Pfarrchronik wird darüber berichtet, und zwar dass sie in der Ecke zwischen der Haselstauderstraße und der Wälderstraße gestanden ist.
Der unten angeführte Plan zeigt uns die heutige Situation als Unterlage für einen im Landesarchiv vorhandenen Plan der alten Kapelle, Strichliert ist ein Neuplan zu ersehen, durch den Haselstauden sicher nicht soviel gewonnen hätte, wie durch den Bau der Jetzigen Kirche.
Neben der Kapelle war der Kirchplatz. Gegenüber dem heutigen neuen Konsumgebäude an der Stelle des abgebrochenen Grafenhauses. Dieses war zuvor das Säumergasthaus zur " Gams !'. Nach einer volligen Zerstörung durch Brand 1843 wurde es wieder aufgebaut.
Der Plan zeigt deutlich den Standort jenes älteren Gebäudes, das 1640 vom Bezauer Kaspar Feurstein erbaut worden war, der auch das Gasthaussymbol der
Gams ' von seinem Stammhaus in Bezau hierher übertrug. Ein Nachkomme jenes Kaspar Feurstein war auch um das seelische Wohl der Säumer besorgt. Darüber schreibt Rudolf Hämmerle: Das Grafenhaus in Dornbirn Haselstauden, in Montfort 1974, S 319-324.
Dabei muß man wissen, dass der Verkehr Sonntag und Werktag stattfand. Gerade diese Tatsache hatte zur Folge, dass die vielen Säumer am Sonntag keine Gelegenheit hatten, die Messe zu besuchen und so sich die Notwendigkeit zeigte, für die Seelsorge, von der dann ganz Haselstauden profitierte, etwas zu tun. Wirt Feurstein begann mit einer Spende von 234 fl, seine Eltern gaben dazu 306 fl, Pfarrer Jakob Greber und seine Schwester 150 fl und der Stand Bregenzerwald, vermutlich durch Feurstein beeinflusst, weite 500 fl. Alles zusammen kamen mit Sammlungen 3200 fl zusammen, sodass ein Kaplanhaus mit Garten, Feld und Holz auch noch möglich war. 1785 wurde eine eigene Lokalkaplanei gegründet und Pete Ilg zog als erster in das neuerbaute Kaplanhaus ein.


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Bild:

Dokumentationssammlung
Josef und Manfred Huber