Die neue Kapelle in Mühlebach

Der vergangene Sonntag wurde für alle Mühlebacher zu einem besonderen Tag. Ein großes Gemeinschaftswerk war zur Zufriedenheit aller bestens gelungen, das schöne, neuerbaute Kirchlein erhielt durch Generalvikariatsrat Msgr. Gustav Glatthaar, Feldkirch, die kirchliche Weihe. Der Obmann des Bauausschusses, Karl Diem, konnte eine stattliehe Zahl von Gästen begrüßen. Im besonderen durfte er als Ehrengaste Msgr. Gustav Glatthaar, Dekan A. Nenning, die Herren Stadtpfarrer E. Bischof, Hatlerdorf, und J. Fußenegger, Oberdorf, sowie weitere Herren der Geistlichkeit, Landesrat Ulrich Ilg, Bürgermeister Dr. Karl Bohle mit weiteren Vertretern der Stadt, den Planer der Kapelle, Baumeister Siegfried Salzmann, Prof. Max Spielmann, den Schöpfer der Glasfenster, sowie als speziell geladene Gäste die älteren Leute von Mühlebach begrüßen.
In der Festrede schilderte Pfarrer Bischof, wie es zum Neubau des schmucken Kirchleins gekommen war. Die vorherige Kapelle war im
Die zur Feier geladenen Ehrengäste der Kapellengemeinschaft.

Die im Jahre 1837 erbaut worden und hielt trotz schlechter Fundierung noch bis 1966 stand. Dann stellte sich den Mühlebachern allerdings die entscheidende Frage: Kann die alte Kapelle noch zufriedenstellend renoviert oder muss eine neue gebaut werden. Fachliche Gutachten sprachen eindeutig für einen Neubau, und so entschlossen die Mühlebacher im Oktober des vergangenen Jahres, am selben Ort, auf dem bisher die alte Kapelle gestanden war, ein neues Kirchlein zu erstellen. Nach knapp einjähriger Bauzeit war das Vorhaben Wirklichkeit geworden. Dem Baumeister Salzmann war es in seinem Entwurf gelungen, Traditionelles zu wahren und Modernes harmonisch einzufügen. Besonders eindrucksvoll wirken die nach einem Entwurf von Prof. Max Spielmann gestalteten Glasfenster, die Motive aus dem Leben Jesu und der Hl. Maria zeigen. In den modernen Innenraum wurden auch noch ein großes Kreuz und ein Altarbild, darstellend die Krönung Marxens, beide aus dem 17. Jhd., aufgenommen. Die Kriegergedächtnistafeln zur Rechten und zur Linken der Kapellentüre zeugen von den gefallenen Mühlebachern des ersten und zweiten Weltkrieges.


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Bild:

Dokumentationssammlung
Josef und Manfred Huber