Autor:

Josef Huber

Kapelle Bürgle

Von Mühlebach aus ist das " Bürgler Kappele " deutlich zu sehen. Dieses befindet sich oberhalb eines Berghanges, der auch als Kappele-Büchel bezeichnet wird.
Das Schiff des Kapellchens, dessen Deckenabschluß eine Segmentbo= gentonne mit Stichkappen bildet, ist aus dem Achteck geschlossen. Im sechseckigen geschindelten Dachreiter mit konkav geschweiften Spitz= heim befindet sich ein Glöcklein mit der Inschrift: " Gegossen von Gebrüder Grafimayr in Feldkirch 1884- ". Auf dem Glockenmantel ist au^ ßerdem noch das Bild "Madonna mit dem Kind" zu erkennen.
Über dem Jetzigen Altar, der 1968 oder 1969 aufgestellt wurde, be= findet sich ein Gemälde, das Jesus am Ölberg darstellt. Das Bild trägt das Signum Ad. Boch 1880. Der untere Teil des erwähnten Altars stammt noch vom früheren Hochaltar, siehe Bild oben, das im Jahre 1967 aufgenommen wurde.
Die Kapelle Bürgle wurde von den Bewohnern des Oberen Mühlebach und der Parzelle Bürgle um das Jahr 1884- erbaut.(Siehe " Bausachen aller Art ".) Es ist anzunehmen, daß an derselben Stelle oder wenigstens in der Nähe der heutigen Kapelle schon in der ersten Hälfte des 17* Jahrhunderts ein Bildstock stand, da die Dornbirner Bevölkerung wäh¬rend der Pestzeit im Jahre 1628 dorthin pilgerte. (Vgl. Chronik der Pfarre Hatlerdorf, 7, o. S.) Der eigentliche Anlaß, der zur Errich= tung dieser Kapelle führte, geht aus keiner Chronik hervor. Berichtet wird Jedoch, daß zahlreiche Bewohner Frondienste geleistet haben, um den Bau zu ermöglichen. Die dazu erforderlichen Steine sollen laut mündlicher Überlieferung vom " Sepplerbach " ( der am Sägewerk Mayer vorbeifließende Bach ) hinaufgetragen worden sein. Die für die Aus= malung der Kapelle verwendete grüne Farbe habe man sogar mit Milch von der Alpe Staufen hergestellt. Diese Farbe wird an den Innenwänden.


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Literatur:

Dokumentatinssammlung
Josef Huber