Autor:

Anton Ulmer

Kirche Bruder Klaus - Ausstattung

Eine bedeutende künstlerische Ausgestaltung erfuhr das Gotteshaus bereits bei der Errichtung durch die Betonglasfenster des Feldkircher Künstler Martin Häusle. Die farbenprächtigen Fensterwände – leuchtend wie gotische Kathedralfenster – sind eines seiner letzten großen Werke. Durch die räumliche Absetzung vom großen Kirchenraum laden sie zu meditativer Betrachtung ein. Das lange Fensterband wird durch die Eingänge in drei Abschnitte mit Darstellungen von Ereignissen aus dem Leben von Bruder Klaus geteilt. Im linken Teil - unter der Rieger-Orgel von 1988 - ist der Heilige zu sehen, wie er gleich dem Wüstenvater Antonius von teuflischen Mächten versucht wird und durch die Gottesmutter Tröstung erfährt. Die Darstellung im Mittelteil beim Taufstein zeigt wie Bruder Klaus seine Familie verlässt und sich in die Geborgenheit der Gottesfamilie begibt. In der anschließenden Seitenkapelle ist im linken Abschnitt der Fensterwand das mystische Ereignis, das Bruder Klaus am Beginn seiner beabsichtigten Pilgerschaft bei Liestal erlebte, dargestellt. Er bricht diese ab und lebt fortan als Einsiedler im Ranft. Rechts ist Bruder Klaus vor einer Hostie kniend zu sehen. Hinweis auf sein fast zwanzig Jahre dauerndes Fasten. Ohne Speis und Trank in dieser Zeit lebend, war seine einzige Nahrung der tägliche Empfang der Eucharistie.

Der Brand der Orgel im Juli 1986 fügte dem Kirchenraum große Schäden zu. Gemeinsam mit dem seinerzeitigen Planer der Kirche wurde die Wiederherstellung in die Wege geleitet. Dabei wurde der Apsisbereich den liturgischen Erfordernissen angepasst und vor allem auch die künstlerische Gestaltung der Altarwand in Angriff genommen.

Auf ihr ist seit der Fertigstellung der Renovierung 1987 ein Fresko des in Graz geborenen Künstlers Hubert Schmalix zu sehen, auf dem die Erlösung des Menschen durch den auferstandenen Christus dargestellt wird. Der Gemeinde steht so das zentrale Heilsereignis stets vor Augen. Der aus dem Grab erstehende Christus bildet das Zentrum. Er bietet sich in ruhiger Würde dar und weist seine Wunden. In seinem Antlitz sind Ernst und Milde versöhnt. Seine Gestalt ist von einer Mandorla umgeben, was auf eine alte Tradition zurückgeht. Den linken seitlichen Abschluss bildet der Baum mit der Schlange. Darüber sind Adam und Eva im Profil dargestellt, erwartungsvoll auf Christus blickend. Sie vertreten die Menschheit, die der Erlösung harrt. Den unteren Abschluss bildet eine Kette von sich an den Händen haltenden Menschen. Die Zwölfzahl erinnert an die Apostel, meint aber auch die Gemeinschaft der Kirche von heute.

Siehe auch: Bruder Klaus - Geschichte und Bruder Klaus - Architektur

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