Autor:

Anton Ulmer

Kirche Maria Heimsuchung - Architektur

Im Laufe der Zeit genügte die erwähnte und Unserer Lieben Frau geweihte Kapelle den Anforderungen nicht mehr. Sie wird als zu klein und als baufällig beschrieben. Erste Bestrebungen für einen Kirchenneubau gehen auf das Jahr 1766 zurück. Es sollten aber noch Jahre verstreichen, bis die heutige Kirche nach Plänen des Dornbirner Baumeisters Sigmund Hilbe 1792/93 errichtet wurde. Das älteste Gotteshaus der Stadt zeigt ein schlichtes Äußeres. Die nach Westen gerichtete Eingangsfassade mit steilem Giebel wird durch ein Rundbogenportal, einer Nische mit einer Figur der hl. Maria mit Kind und fünf Fenstern gegliedert. Im Übergang zwischen Schiff und eingezogenem Chor ist nordseitig der Turm mit achteckigem Spitzhelm angefügt. Stahlglocken aus dem Jahr 1922 bilden das vierstimmige Geläut.
Die Türflügel des Hauptportals, sie stammen aus dem Jahr 1816, sind mit geschnitzten Darstellungen der vier Jahreszeiten und im Bogenfeld darüber mit Gesetzestafeln und Messgeräten als Symbole des Alten und Neuen Testamentes geschmückt.
Dem Eintretenden öffnet sich ein breitgelagerter, heller Saalraum, der von einer Korbbogentonne überwölbt wird, in die über den Fenstern angeordnete Stichkappen einschneiden. Der Chorbogen bietet an seinen Seiten Platz für zwei Seitenaltäre und leitet zum eingezogenen, mit drei Achteckseiten schließenden Chor über.

Siehe auch: Maria Heimsuchung - Baugeschichte, Maria Heimsuchung - Geschichte u. Maria Heimsuchung - Ausstattung


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