Das Rappenloch

Fachgerecht heißt das Rappenloch "Klamm". Wenn dieses so vielbesuchte Naturdenkmal volkstümlich auch oft "Schlucht" genannt wird, so ist allein schon "Loch" der ursprüngliche, gleichbedeutende Ausdruck dafür. "Rappenlochschlucht" ist daher eine sehr unglückliche Wiederholung. Seinen Namen hat es wahrscheinlich vom Waldrapp, der einzigen europäischen Ibisart, die in Europa leider schon vor Jahrhunderten ausgerottet wurde. Viele "Rappen" Namen im Land bezeichnen noch das ehemalige, schrofige, talnahe Brutgebiet dieser Vogelart.

Bis zu 72 m tief ist die Klamm in das Kalkgestein eingeschnitten. Die Brücke der Ebniterstraße überspannt sie kühn, ihre Vorläuferin war eine gedeckte Holzbrücke.

Entlang des Weges durch das Rappenloch sind viele geologische "Schulbeispiele" zu erkennen: Faltungen, Harnische, Versteinerungen.

Das Alploch

So wie im Rappenloch zeigt auch im Alploch, das oberhalb des Staufensees liegt, das durchschnittene Kalkgestein bis hoch hinauf an den Wänden die Spuren des fließenden Wassers: Große, schön gerundete Strudeltöpfe (Kolke) rühren von der drehenden Bewegung her, steilstehende Schichten werden vom Fließwasser "heraus-präpariert" und die Fallblöcke vom Wasser weiter transportiert, runden sich zu groben Bachschottern, den "Achbollen".

Quelle:

Dornbirner Gemeindeblatt 15. August1986 Nr.33, 114. Jahrgang

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