Autoren:

Walter Krieg
Rudolf Alge

Rinderhöhle

Die Rinderhöhle, die vom Weg Ebnit – Fluhereck aus erreicht werden kann, ist eine richtige, lange Höhle mit einer gesamten Ganglänge von 114 m. Jetzt ist sie trocken, sie zeigt aber noch sehr deutliche Spuren fließenden Wassers, das ihre Bildung verursachte. Die im Querschnitt oft kreisförmigen Gänge steigen gleichmäßig bergwärts an, ihr Verlauf ist an die Kluftrichtung im Kalkgestein gebunden. Viele Einzelheiten erzählen dem Fachmann, dass es sich bei dieser Höhle um ein Dokument aus sehr alten Zeiten der Landschaftsgeschichte handelt; daher rührt die hohe wissenschaftliche Bedeutung dieses Objektes.

In der Höhle muß es noch vor kurzer Zeit viele Tropfsteine und zahlreiche Kalkspatkristalle gegeben haben. Leider hat menschlicher Unverstand noch vor der Unterschutzstellung das meiste zerstört.

Im Höhlenlehm sind Knochenreste des Braunbären gefunden worden, die 1924 anscheinend fälschlich als zum Höhlenbären gehörend bestimmt wurden. Echte Höhlenbärenreste konnten bisher noch nicht zweifelsfrei bestimmt werden.

Quelle:

Vorarlberger Naturdenkmale, von Baumriesen, Höhlen und Teufelssteinen. Hard. 1991.

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