Scharbockskraut - "Skorbut"

In den ersten Frühlingstagen zeigt sich mit seinen dicken, rundlichen, herz- oder nierenförmigen Blättern und goldgelben Blütenköpfchen das "Sternblüemle" oder "Scharbockskraut" an Bachufern und schattig-feuchten Gebüschen. Manchmal heißt die krautige Pflanze auch "Teigwurz". Die Erfahrung zeigt, dass die zerstoßenen Wurzelteile und Blätter die "Feig"warzen vertreiben. In der Gegend von Bremen bedeutet heute noch das Wort "sik" ein volkstümlicher Ausdruck, den Fingerwurm, also unsern "Wurm". Die glänzenden Blätter dieser Pfanze, unter dem Salt gegessen, sind seit altersher ein vorzügliches Mittel wider den Scharbock.