Autor:

Albert Bohle

Abt. Pfanner-Weg, IV.

Der „Abt Pfannerweg" ist eine kleine, südliche Abzweigung von der Haselstauder „Feldgasse" bei deren Kreuzung mit der „Fang"-Straße.

Abt Franz (Wendelin) Pfanner (1825-1909), geboren in einer Bauernfamilie in Langen bei Bregenz, wurde nach dem Besuch des Feldkircher Gymnasiums und dem Theologiestudium in Innsbruck, Padua und Brixen Priester. Als „Expositus" (Leiter der Außenstelle einer Pfarrei) wirkte er zunächst in Haselstauden (1850 bis 1859). Voll leidenschaftlichen Eifers trat er in Agram (Zagreb) in den Trappistenorden ein, dem wohl strengsten Orden der katholischen Kirche. Nach Aufenthalten in Mariawald (Eifel) und Banja Luka (Bosnien) ging er 1879 in die Mission nach Südafrika. Das von ihm gegründete Kloster Mariannhill (nahe Durban in Natal) wurde bald das größte Missionskloster Afrikas. Er gründete den Frauenorden der „Missionsschwestern vom kostbaren Blut". Nach ordensinternen Spannungen schuf er ein neues Kloster (Emaus). In den letzten Jahren seines Lebens zog er sich mehr in die Einsamkeit und die Meditation zurück.

STR 21.9.1953, 6. 4.; LAND VORARLBERG 1997, 158 f.

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften Nr. 41 Dornbirner Straßennamen S. 60, Dornbirn 2012