Autor:

Albert Bohle

Bergmannstraße, I.

Die „Bergmannstraße“ zweigt bei der Nordseite des Rathauses von der „Stadtstraße“ ab und führt ostwärts bis zur Kreuzung „Bündtlittenstraße“-„Am Wall“. Vor Zeiten trennte sie die beiden Alt-Dornbirner Saatfelder „Steinebach“- und „Bockacker-Flur“. Bis 1910 wurde sie „Viehmarktgasse“ genannt, da links von ihrem Beginn auf der alten „Krüzweortsbündt“ ein großer Viehmarktplatz bestand, dem Gelände, das seit 1982 das Kulturhaus und der Kulturhauspark einnehmen. Der jetzige Name gedenkt des Historikers Josef (Ritter von) Bergmann (1796-1872), Sohn eines Stukkateurs aus Hittisau. Dieser war Gymnasial- und Hauslehrer am Hof in Wien und Kustos des österreichischen Münz- und Antikenkabinetts. Er gilt als Begründer der wissenschaftlichen Landeskunde Vorarlbergs. Im Übrigen war das Geschlecht der „Bergmann“ einst auch in Dornbirn sehr angesehen: Hans Bergmann war von 1412 bis 1431 der erste von vier im Spätmittelalter nachweisbaren Landammännern Dornbirns.

GV 29.12.1890, 17. 11.; GV 2.3.1910, 3. 10. b; KALB 1984, 22; KALB 1991, 169; KALB 2010, 23

 

 

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012