Autor:

Albert Bohle

Birkenwiese, VI.

Das Überschwemmungsgebiet am linken Achufer mit dem Flurnamen „Birkenwiese“ blieb bei der Aufteilung des Allmendebesitzes um 1800 im Besitz der Gemeinde. Infolge der Verbauung der Ache seit 1825 bildete dieser Landstrich eine höchst wertvolle Bodenreserve der Stadt, auf der im folgenden Jahrhundert das Krankenhaus, mehrere Schulen, das Landessstudio des ORF, Wohnsiedlungen und Sportanlagen errichtet werden konnten. 1924 und 1937 wurden dort die städtischen Sport- und Fußballplätze, 1934 bis 1936 eine Eigenheimsiedlung errichtet. Später kamen die Landessportschule, ein Sozialzentrum, die nahe gelegene Fachhochschule und andere wichtige öffentliche Einrichtungen hinzu. So entwickelte sich das Gebiet der „Birkenwiese“, das „einst nur Kiesflächen, Staudenauen, Hanfrossen und Froschlacken enthielt“ (alte Kirchturmchronik von 1857) zwischen der Ache, der Eisenbahn und der „Höchsterstraße“ zu einem wichtigen Teil der Dornbirner Infrastruktur, ohne dass der Charakter der einstigen Achauen mit ihren Erlen- und Birkenbeständen ganz verloren gegangen wäre.

GV 16.4.1935, 5. 3.; STR 20.9.1950, 8. 18. b; GV 19.10.1950, 11. 1. b; BÖHLER 2002, 204

 

 

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012