Autor:

Albert Bohle

Ebnit

Das kleine Walserdorf, in der Ebniter Mundart „Ämlig“ genannt, gehört erst seit 1932 zu Dornbirn. 1352 gab der Ritter Ulrich von Ems drei Walser Familien – wohl im Hinterrheintal ansässig – das Recht, sich im Hochtal der „Fußach“ (= Ebniter Ache) niederzulassen. Dort bestand damals eine kleine, einige Jahre zuvor vom gleichen Ritter gestiftete Niederlassung des Paulinerordens. Bis zum Bau der „Ebniterstraße“ war „Ebnit“ überwiegend nur von Hohenems her erreichbar. Die Lebensumstände der schließlich auf etwa 200 Einwohner angestiegenen Bevölkerung blieben trotz der zur Magdalenenkirche ziehenden Pilger karg. Seit dem 19. Jh. wanderten zunehmend junge Ebniter ab. Der Anschluss an das Rheintal durch eine leistungsfähige Straße wurde dringend erforderlich. Als zudem bald nach dem Bau der Straße (1920-1926) eine schwere Brandkatastrophe die Ebniter Kirche und die Schule vernichtete (1927), brachte die Vereinigung mit Dornbirn (1932) die Lösung der schwierig gewordenen Lage. Dornbirn erhielt so ein großes Wander- und Naherholungsgebiet. Ebnit weist heute ein beträchtliches Straßennetz auf. Eine amtliche Benennung der Wege nach den vorhandenen Flurnamen würde die Orientierung sicher erleichtern.

KALB 1984, 130-136; MATT et al. 2001; PEER 2009a, 104 ff.

 

 

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012