Autor:

Albert Bohle

Hatlerstraße, II.

Die „Hatlerstraße“ beginnt bei der „Säger Brücke“ über die Ache, zweigt nach dem Kirchplatz rechts in Richtung der alten Dorfmitte ab und führt nach der Einmündung der „Raiffeisenstraße“ in einem Bogen zurück zur Bundes-, der „Arlbergstraße“. Ihr Verlauf entspricht im Wesentlichen der zur Zeit Maria Theresias (1769) gebauten „Post- und Commercialstraße“. Ihr südlicher Teil vom Ortszentrum nach der Kirche bis in den Bereich der Abzweigung der „Schweizerstraße“ wurde 1981 durch eine Begradigung, die „Arlbergstraße“, ersetzt. Das „Hatlerdorf“ – im engeren Sinn nur der alte Ortsteil im Bereich des Gasthauses „Adler“– wird zwar erst 1431 urkundlich genannt, die Besiedlung des damals als eigenes„Viertel“ eingeteilten Ortsteils ist aber zweifellos ungleich älter. Trotz der großen Ausdehnung des „Hatler Viertels“ und seiner vielen Bewohner erhielt Hatlerdorf erst 1790 eine eigene Kapelle. Die jetzige Kirche St. Leopold wurde von 1860 bis 1866 erbaut (Arch. Eduard von Riedel), die Außenrenovierung erfolgte 1977, die des Kircheninnern 2003. Der Name „Hatler“ ist vielleicht von der Bezeichnung „Hattele“ für eine kleine, hornlose Ziege abgeleitet und wäre daher als Spottname für die angeblich armen Geißbauern zu verstehen.

DGBL 8.6.1879, 268; ALBRICH 1996; KALB 1995; MATT/PLATZGUMMER 1999, 25-55

Aktueller Stadtplan

Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012