Autor:

Albert Bohle

Kehlegg, III.

Schon 1344 wird ein Landrichter aus dem kleinen Bauerndorf „Kehlegg“ genannt. „Kehlegg“ blieb mit etwa 200 Bewohnern jahrhundertelang die bedeutendste Parzelle Dornbirns. Sie besitzt seit 1719 eine eigene, 1837 vergrößerte Kirche („Maria Schnee“). 1973 wurde sie durch einen modernen Neubau (Arch. Hans Burtscher) ersetzt. Der Name, früher meist „Kenlegg“ geschrieben, bedeutet eigentlich „Quellenegg“ und ist wohl auf den Bergkamm bei dem alten Weg zur „Kehlegger Gemeinde“ zurückzuführen. Dort wurde einst das Quellwasser durch einen hölzernen Kanal („Kennel“) zu den Bauernhöfen hinab geleitet. Kehlegg weist heute ein beträchtliches Straßennetz auf. Eine amtliche Bezeichnung der Wege nach den reichlich vorhandenen Flurnamen würde die Orientierung sicher erleichtern.

KALB 1984, 122-129; MOSER 2002; PEER 2009a, 16 ff.; VOGT 1993, 56

Aktueller Stadtplan

Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012