Autor:

Albert Bohle

Kehlerstraße, I.

Der 1879 von der Gemeinde bestätigte Name „Kehlenstraße“ wurde 1910 in „Kehlerstraße“ geändert. Sie war früher die längste Dornbirner Straße und diente lange als „Landstraße“ dem Verkehr vom Dornbirner Ortszentrum „über die Dörfer“ ins Unterland nach Bregenz. Sie beginnt am alten Rand des „Niederdorfes“ an der „Eisengasse“ beim einstigen „Stöffelisbild“ (Bildstock, benannt nach einem Bild des Hl. Christoph oder seiner Stifterfamilie Stöfli aus dem 16. Jh.) und durchquert das Quellgebiet des alten Fischbachs bis hinaus nach „Kehlen“, der alten Teilsiedlung des „Niederdorfs“ (Bezirk Markt). Sie wurde 1393 erstmals erwähnt, 1867 erhielt sie eine stattliche, den „14 Nothelfern“ geweihte Kirche. Das Wort „Kehlen“ ist ursprünglich gleichbedeutend mit „Quellen“. Dort wo in diesem Gebiet der Hang in die Ebene übergeht, entsprang eine ganze Reihe von Quellwässern, weil das Wasser von den Höhen hier unter den Schuttkegeln der Bäche wieder hervortritt.

DGBL 20.7.1879, 323; GV 18.5.1910, 6. 4.; KALB 2005, 31-37; VOGT 1993, 56

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012