Autor:

Christian Tumler

Schoren, VI.

Den Namen „Schoren“ im engeren Sinn trägt eine Wohnsiedlung zwischen der „Brückengasse“, der „Lustenauerstraße“ und der Dornbirner Ache. Den 1530 erstmals beurkundeten Namen verdankt der „Schoren“ wie der ganze, 1994 gebildete und vom Hatlerdorf abgetrennte 6. Stadtbezirk vermutlich der Bezeichnung „Schorolöchor“ für die zahlreichen Tümpel im Überschwemmungsgebiet der Ache. In ihnen stand oft ein algenbewachsenes, dunkelgrünes Restwasser, das an die Abwässer aus den „Schorengräben“ der Viehställe denken ließ. In diese war der Mist mit dem „Schor(r)er“, einem Kratzeisen, aus den Stallungen ins Freie befördert worden. Die Kirche „Bruder Klaus“ als Mittelpunkt des Schorener Bezirkes wurde 1965 vollendet (Arch. Herbert Kotz; Glasfenster von Martin Häusle), 1981 durch einen Brand beschädigt und wieder hergestellt.

GV 17.3.1941, 3. 4.; KALB 1995

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Literatur:

Beiträge zur Stadtkunde Dornbirner Schriften 41 Dornbirner Straßennamen Dornbirn, 2012